Die Geschichte der Jeanneau-Boote begann 1957, als Henri Jeanneau, ein begeisterter Flugzeug- und Automobilliebhaber, eine Leidenschaft für Motorbootrennen entwickelte.
Ermutigt durch den Gewinn des 6-Stunden-Rennens von Paris in einem von ihm gebauten Boot mit Holzrumpf, begann er eine Tätigkeit im Bootsbau. Als er 1958 eine Werft eröffnete, wagte er sich an den Bau von Booten mit Glasfaserrümpfen, die sich später gegenüber den traditionellen Holzbooten durchsetzen sollten.
Das erste Motorboot, die Seabird, wurde 1963 aus der Produktion genommen, noch bevor das viel gelobte erste Segelboot, die Alizé, auf den Markt kam. Um das Segeln für alle zugänglich zu machen, brachte das Unternehmen 1970 die Segelboote Love Love Alize und Sangria auf den Markt. 1976 bewies Jeanneau bei einer Transatlantikregatta, dass sein Serienmodell Melody durchaus in der Lage war, den Atlantik im Alleingang zu überqueren. Die achtziger Jahre waren eine arbeitsreiche Zeit für Jeanneau Boats, mit der Markteinführung des soliden und zuverlässigen 6-Fuß-Segelboots Flirt, dem Einstieg der Werft in den Motorboot-Rennsport und der Enthüllung des neuen, ikonischen Motorboots Cap Camarat 75. Weitere Neuheiten waren der große Kreuzer Sun Kiss, die Fleury Michon 7, die Ankunft des ersten Lagoon-Katamarans und Jeanneaus Einstieg in den Luxusyachtmarkt mit dem ersten Prestige-Modell.
| In den 90er Jahren rückte Jeanneau erneut in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, als das Modell Jeanneau One zum offiziellen Segelboot der Tour de France wurde und Repliken der Pierre 1er im Kinofilm Waterworld mit Kevin Costner in der Hauptrolle zu sehen waren. Bald darauf kam es zu einer viel beachteten Zusammenarbeit zwischen Phillipe Briand und Phillipe Poupon, die zur Geburt der superstarken Sun Fast 52 Racer-Cruiser führte. Mit dem Anbruch des neuen Jahrtausends kam es zu einer weiteren Expansion (Jeanneau erweiterte seine Werftproduktion auf mehr als 40 Hektar und wurde damit zum weltweit größten Produktionsstandort für Boote). Gleichzeitig wuchs auch die Palette der Jeanneau-Boote, und die neue Sun Fast 3200 wurde 2008 mit dem begehrten Titel "Europäische Yacht des Jahres" ausgezeichnet. Die Sun-Fast-Generation wuchs im nächsten Jahrzehnt weiter, mit dem Debüt der Sun Fast 3600 und später der Sun Fast 3300 sowie der ersten Produktyacht von Jeanneau in der Kategorie über 60 Fuß, der Jeanneau 64. In der Zwischenzeit wurde mit der Einführung von begehbaren Decks ein weiterer Durchbruch bei Segelbooten erzielt. Nach der Einführung der Sun Odyssey 440 folgten die Sun Odyssey 490 und 410. Der Name Jeanneau, der auch heute noch innovativ ist und die Leidenschaft fortsetzt, die vor über 60 Jahren geschmiedet wurde, genießt verständlicherweise weltweit hohes Ansehen. |